
Oktopusse
Der Oktopus verkörpert genau das, was Jurastudis brauchen: Cleverness, Anpassungsfähigkeit und Empathie. Dieses tollt Tier löst komplexe Aufgaben, nutzt „Werkzeuge“ und merkt sich Strategien – genau wie wir im Studium unsere Argumente, Schemata und Fälle strukturieren. Seine acht Tentakel stehen für die vielen Lebens- und Lernbereiche, die jeder Jurastudi hat.
Fachliches Wissen, mentale Stärke, Selbstorganisation und -disziplin, Kommunikationsfähigkeit und Rhetorik, (private) Auszeiten und mehr. Wie die Arme eines Oktopusses wirken diese Bereiche als Ganzes zusammen, können aber auch jeder für sich eine entscheidende Rolle spielen.
Im Kopf läuft alles zusammen: Koordinierung der acht Arme, Durchblick, Recht und (hoffentlich auch) Ruhe & Vertrauen.
Rettet die Meere
Wir setzen uns für Nachhaltigkeit ein. Jährlich unterstützen wir den Meeresschutz mit 100 €.
Drei Herzen und neun Gehirne
Kraken besitzen ein zentrales Körperherz und zwei Kiemenherzen: Die Seitenherzen pumpen Blut durch die Kiemen, das Körperherz versorgt Kopf und Organe. Zusätzlich steuern ihre acht Arme eigenständig Bewegungen – jedes Arm-Nervenzentrum agiert wie ein „Mini-Gehirn“, ergänzt vom zentralen Gehirn.
Blaues Blut
Das Blut des Oktopusses ist blau, weil es mit Hämocyanin Sauerstoff transportiert. Dieses kupferhaltige Protein funktioniert besonders gut in kaltem, sauerstoffarmem Wasser und hält den Organismus leistungsfähig – eine Alternative zum hämoglobinbasierten, roten Blut der Säugetiere.
Meister der Tarnung
Oktopusse wechseln Farbe und sogar Hautstruktur: Chromatophoren, Iridophoren und Leucophoren erzeugen Muster; Papillen machen die Haut von glatt bis felsig. Sie können sich vor Fressfeinden verstecken, indem sie mit Felsen, Sand oder Korallen „verschmelzen“.
Tinte
Die meisten Oktopusarten besitzen einen Tintenbeutel. Der Ausstoß von Tinte ist ein Schutzmechanismus, um Fressfeinde zu verwirren: ein dunkler, melaninreicher Nebel, wird bei akuter Bedrohung über das Trichterorgan ausgestoßen. Er verschleiert die Flucht und kann als „Pseudomorph“ einen tintigen Köder bilden.
Arm ab
Manche Arten können bei Angriffen einen Arm abwerfen; der zuckende Arm lenkt den Räuber ab, während die Krake flieht. Die Gliedmaße wächst anschließend nach – über Wochen bis Monate. Im Dokumentarfilm My Octopus Teacher ist die Regeneration nach einer Hai-Attacke eindrucksvoll zu sehen.
Tödlich schön
Für Menschen wirklich gefährlich sind vor allem die Blaugeringelten Kraken (Hapalochlaena) im Indopazifik/Australien: Ihr Tetrodotoxin kann rasch Atemlähmung auslösen. Die meisten anderen Arten sind nur schwach giftig; Bisse verursachen meist lokale Schmerzen und Schwellungen.
Illegale Tintenfischfallen
Sea Shepherd und griechische Behörden bargen 2025 über 6.500 illegale Fallen; Hunderte Oktopusse wurden befreit. Die Plastik-Pötte werden teils während der Schonzeit und Fortpflanzungszeit gesetzt, vermüllen den Meeresboden und „fischen“ unmarkiert weiter
Semelparität
Oktopusse sind semelpar: Nach der Fortpflanzung sterben die Eltern. Weibchen bewachen ihre Eipakete oft monatelang, fächeln Sauerstoff zu und fressen kaum – totale Brutpflege. Männchen bauen nach der Paarung ab. Der kurze, intensive Lebenszyklus erklärt, warum viele Arten schnell wachsen und stark auf Umweltbedingungen reagieren.
Wenn Du mehr über die faszinierende Welt der Oktopusse erfahren und tiefer eintauchen willst, siehst Du hier unsere zwei Empfehlungen: Eine kurze Arte-Doku über Kranken auf Youtube und die Netflix-Erzählung über die Freundschaft bzw. das Mentoring einer Oktopusdame und einem Menschen.
