FAQ – Lernen im Jurastudium
Alles, was Du wissen willst und musst – Von A wie Aha-Erlebnis bis Z wie zutreffend ist nur die Meinung Deines Dozenten

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Lernen im Jurastudium
Wie viel / wie lange muss ich lernen?
Das hängt von Deinem Studienabschnitt, von der Anzahl der Uni-Veranstaltungen und weiterer Verpflichtungen ab. Während des Semesters solltest Du mit 2–4 Lernstunden pro Tag rechnen. In der Examensvorbereitung steigt der Aufwand auf etwa 30–40 Stunden pro Woche. Entscheidend ist neben der reinen Lernzeit auch die Kontinuität und die Konzentration, mit der Du bei der Sache bist.
Was kommt (in der Prüfung oder im Examen) dran?
Wir empfehlen, stets vom Ende, also vom Staatsexamen aus, zu denken und nicht nur die Semesterabschlussprüfung in den Blick zu nehmen. Am Ende schreibst Du ein Staatsexamen, bei dem niemand den Stoff eingrenzt – sprich: Du musst ohnehin auch das irgendwann können, was Deine Dozentin ausgeschlossen hat. Indem man es nicht lernt, verschiebt man das Problem nur.
Was genau im Staatsexamen drankommt, kannst Du Deiner Juristischen Ausbildungsordnung entnehmen; hier zB für Baden-Württemberg.
Wie lerne ich, damit ich es beim Examen immer noch weiß?
Damit Du im Examen wirklich abrufen kannst, was Du gelernt hast, kommt es vor allem auf zwei Dinge an: Wiederholung in sinnvollen Intervallen und die konsequente richtige Arbeit am Gesetz.
Erstens: Lerne regelmäßig und wiederhole gezielt das, wo Du Schwierigkeiten hast. Kurz vor der Prüfung alles nachzuholen, sorgt nicht für langfristiges Wissen. Zweitens: Arbeite konsequent mit dem Gesetz. Es ist Dein wichtigstes Werkzeug und zugleich der beste Spickzettel, den Du im Examen dabeihast. Wenn Du Karteikarten, Falltraining und Gesetzeslektüre kombiniest, verankerst Du Dein Wissen optimal im Langzeitgedächtnis.
Wie finde ich heraus, ob Jura wirklich zu mir passt?
Ob Jura zu Dir passt, hängt nicht entscheidend von Noten oder Vorwissen ab. Aus unserer Erfahrung tragen vor allem diese vier Eigenschaften durch das Jurastudium:
- Leselust und Leseverständnis. Im Jurastudium sowie im späteren Beruf wird man allerlei Urteile, Sachverhalte und Karteikarten lesen müssen. Je aufmerksamer Du liest, desto leichter erkennst Du Strukturen und Zusammenhänge.
- Logisches (und mathematisches) Denken. Jura ist das Rechtsstudium, nicht das Gerechtigkeitsstudium. Wir entscheiden Fälle nach der Struktur des Gesetzes und nicht nach dem Bauchgefühl.
- Das Jurastudium ist lang und manchmal deprimiert es, wenn Deine Freunde aus anderen Studiengängen schon ihren ersten Job haben, Du aber immer noch im Studium bist. Da hilft es nur, sich auf sich zu besinnen und – wie so häufig – nicht auf andere zu schauen.
- Begeisterung und Ausdauer gehören zusammen. Fünf Jahre Studium ohne Freude am Lernen werden schnell zur Belastung. Finde das, was Dich erfüllt!
- Kreativität. Ein bekanntes Klischee über Anwältinnen und Notarinnen ist, dass sie nur sagen, wie es nicht geht oder wo Probleme sind. Du kannst die Ausnahme sein, indem Du Deinen Mandanten mit kreativen Lösungen überzeugst.
Wie bleibe ich motiviert, wenn der Lernstoff überwältigend wirkt?
Setz Dir kleine, erreichbare Zwischenziele und feiere Deine Erfolge. Jura ist ein Marathon, kein Sprint. Plane Pausen ein, wechsle die Themen sowie die Umgebung, um Abwechslung zu schaffen.
Wann und wo lerne ich?
Kein Mensch kann 24 Stunden am Tag lernen. Überlege Dir, wann Deine produktivsten Stunden sind – für manche sind sie am Morgen, andere haben abends ihren Peak. Beobachte Dich und stelle fest, wann Du aufnahmefähig bist und Fälle gut lösen kannst und wann nicht. So kannst Du ganz allein erkennen und entsprechend handeln.
Das gleiche gilt für den Lernort. Ob in der Bibliothek, zu Hause oder im Café – probiere alles mal aus und wenn Du feststellst, dass es gut funktioniert, bleibe dabei.
Woher bekomme ich die Unterlagen?
Die Grundlagen werden Dir in Vorlesungsfolien und durch Skripte vermittelt. Viele Unis stellen auch digitale Bibliotheken mit Lehrbüchern und Kommentaren bereit. Gerade am Anfang führt dieses Überangebot zur Überforderung. Bei Aiducia bekommst Du juristische Inhalte didaktisch in Karteikartenform aufbereitet.
Wir haben mehrere Lehrbücher, Skripte, Fälle und viele weitere Lernunterlagen gelesen und sie für Dich zusammengefasst – strukturiert, prüfungsrelevant und leicht verständlich. So sparst Du Zeit bei der Vorarbeit und fokussierst Dich auf das eigentliche Lernen.
Soll ich digital oder physisch lernen?
Beides hat Vorteile. Das Schreiben mit Papier und Stift spricht einen weiteren Lernkanal an und fördert die Haptik, während Du bei digitalen Lernmethoden wie Aiducia Deinen Lernplan ohne großen Aufwand erstellen kannst, Deinen Fortschritt ohne viel Aufwand tracken kannst und live-Feedback bekommst. Wenn Du Deine Klausur mit Papier und Stift schreibst, empfehlen wir eine Kombination: Digital lernen und wiederholen, analoges Falltraining. So nutzt du beide Welten optimal und bist gut für die Prüfungen vorbereitet.
Welche Lernmethoden gibt es?
Zu den gängigsten Lernmethoden im Jurastudium zählen Karteikartenlernen, Lernzettel, Schemata und Mindmaps bzw. Schaubilder. Entscheidend ist, dass Du aktiv lernst, dh ins Nachdenken kommst und selbst Deine Gedanken formulierst, statt nur (passiv) Inhalte zu konsumieren. Moderne Lernplattformen wie Aiducia sprechen mehrere Lernmethoden an und passen sich Deinem Fortschritt an.
Mit welchen Methoden kann ich am besten lernen? Welche Lernmethoden haben sich im Jurastudium bewährt?
Es geht nur mit einer Mischung aus allem. Karteikarten sichern Wissen, Fallbearbeitung trainiert Transfer, Schaubilder helfen Dir, den Überblick zu behalten und Interdependenzen zu verstehen. Die Lernmethoden sind wie ein Hocker, der nur geradesteht, wenn Du alle drei Methoden bespielst. Der Aiducia-Lernplan hilft Dir, diese Methoden zu verbinden, zB durch einen Wochenmix (zB 40 % Wiederholen, 40 % Fälle, 20 % eigenes Visualisieren).
Welche Lernkanäle gibt es?
Man kann sich über verschiedene Lernkanäle neues Wissen erschließen: durch Hören (auditiv), durch Sprechen und Diskutieren (verbal bzw. kommunikativ), durch Lesen und Visualisierung (visuell) sowie durch aktives, praktisches Anwenden (kinästhetisch bzw. haptisch). Diese Einteilung ist gut um zu verstehen, wie Lernen funktioniert, sie ist aber kein starres Modell, sondern ein fließendes Spektrum.
Welcher Lernkanal ist der beste für mich?
Den einen Lernkanal gibt es nicht – so leicht ist die Frage leider nicht zu beantworten. Die Forschung zeigt, dass eine Person nicht einem Lerntyp zugeordnet ist, sondern dass man am effektivsten lernt, je mehr Lernkanäle miteinander kombiniert werden. Erkläre Dir die Inhalte selbst, löse Fälle, male eigene Schaubilder. Je mehr du Wissen verknüpfst, desto sicherer bleibt es im Gedächtnis.
Brauche ich überhaupt Unterstützung?
Unterstützung hilft, wenn Du merkst, dass Du alleine nicht weiterkommst. Das Studium ist umfangreich und dauert lange. Es alleine zu durchlaufen ist weder sinnvoll noch nötig. Eine Lernbegleitung wie Aiducia gibt Dir Orientierung, Motivation und Rückmeldung – genau dann, wenn Du sie brauchst. Gewiss ist aber, dass eine frühe Hilfe Dir später viel Zeit und Stress spart.
Welche Arten von Unterstützung gibt es?
Du kannst zwischen Repetitorien, Lerngruppen, privater Nachhilfe und digitalen Lernplattformen wählen. Während Repetitorien sich an Examenskandidaten richten und Inhalte erklären, will Aiducia Dich ab dem ersten Semester organisatorisch, mental und auch inhaltlich begleiten.
Was sind die Vor- und Nachteile der Methoden? Wie viel kostet es jeweils?
Repetitorien bieten – je nach Anbieter – persönliche Betreuung, sind aber teuer. Lerngruppen kosten nichts, erfordern aber Disziplin von allen Beteiligten. Digitale Lernapps wie Aiducia sind preiswert, flexibel und rund um die Uhr verfügbar. So kannst Du Jura lernen, wann und wo es zu Dir passt. Vergleiche Aufwand, Preis und Nutzen und probiere alles einmal aus. Sodann kannst Du bewusst entscheiden, was für Deine Ziele am besten taugt.
Noch Fragen?
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